Streitschlichtung

Die Ausbildung zum "Streitschlichter" beginnt im dritten Schuljahr. Von jeder Klasse dürfen acht Kinder daran teilnehmen. Bis zu den Herbstferien kann noch gewechselt werden. D. h. Kinder, denen die Streitschlichtung dann noch nicht zusagt, können die Ausbildung noch abbrechen. Wir Lehrer haben aber auch die Möglichkeit, Kinder, die absolut nicht die Voraussetzungen zur Streitschlichtung mitbringen, wieder auszuladen.

 

Einmal in der Woche findet die Streitschlichterausbildung statt. Zunächst machen wir Spiele, damit sich die Kinder untereinander besser kennen lernen und Vertrauen zueinander aufbauen können. Anschließend lernen die Kinder durch Spiele, Gespräche, Übungen zum richtigen Zuhören und Rollenspiele die einzelnen Schritte der Streitschlichtung kennen und anzuwenden. Dabei entsteht ein kleines Heftchen, das die einzelnen Schritte zeigt und den Kindern während ihres Dienstes zur Verfügung steht. 

Als Hilfe dient eine Friedensbrücke, auf der sich die "Streithähne" nach bestimmten Regeln Schritt für Schritt entgegenkommen und sich am Ende die Hände reichen können.

 

Nach den Osterferien beginnt der zweite Ausbildungsschritt. Die Kinder arbeiten in den Pausen nun gemeinsam mit den Streitschlichtern aus den vierten Schuljahren.

In jeder Pause arbeiten einige Kinder im "Innendienst", die Streit schlichten und die Friedensverträge abschließen.

Weiterhin sind einige Streitschlichter auf dem Schulhof. Sie gelten als Ansprechpartner für Kinder, die Probleme haben oder beobachten, wo ein Streit auszuarten droht.